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Prag 2

Nové Město – Die Neustadt

Geschäfte, Bars und viel Trubel sind charakteristisch für die Neustadt. Dieser Stadtteil befindet sich im Bezirk Prag 2 und liegt inmitten des Zentrums. Die Tatsache, dass sich hier der Bahnhof und der berühmte Wenzelsplatz befinden, spricht für sich. Einen Unterschied zwischen Tag und Nacht gibt es nicht mehr und das war schon immer so. Der belebte Stadtteil wurde im 14. Jahrhundert von dem römisch-deutschen König Karl IV als Handelsplatz geschaffen. Dieser wollte damit seine eigene Königsstadt mit eigener Rechtsordnung schaffen. Karl IV konnte zu seiner Zeit grundlegende Veränderungen verzeichnen: er räumte den Bürgern zahlreiche Rechte ein, schaffte in der Neustadt durch die Gründung der ersten Universität in Mitteleuropa einen Sammelpunkt der Wissenschaften, und verbesserte die gesamte Verkehrssituation an Land sowie zu See. Heute sind leider nur noch wenige kirchliche und administrative Gebäude aus dieser wertvollen Epoche übrig geblieben. Im 19. Jahrhundert erfuhr die Neustadt einen bedeutenden Umbau, was großen Einfluss auf das heutige Stadtbild hatte. Dabei wurden viele Gebäude, die ursprünglich im gotischen Stil errichtet wurden, abgerissen. Die Architekten ließen bei der Sanierung die aktuellen Einflüsse ihrer Zeit einfließen und prägten somit das einzigartige Flair von Prag 2.

Mit der wertvollen Geschichte hat die Neustadt viele Sehenswürdigkeiten zu präsentieren, die meisten davon sind bequem zu Fuß zu erreichen:

Das Nationalmuseum wurde im 19. Jahrhundert im Neorenaissance Stil errichtet und ist schon aus der Ferne durch seine goldene Glaskuppel erkennbar. Das Museum ist das größte und älteste in Tschechien und sollte bei jedem Pragbesuch unbedingt auf der To-Do Liste stehen. Gleich neben dem Nationalmuseum befindet sich die Staatsoper. Bei einem Shoppingbummel durch Prag sollten Sie sich die Na Prikope Straße nicht entgehen lassen. Sie befindet sich am nordöstlichen Abschluss des Wenzelsplatzes und gilt als Haupteinkaufsmeile. Dabei werden Sie nicht nur die Geschäfte zum Staunen bringen, sondern auch die Mischung aus historischen Fassaden und moderner Architektur. Das prunkvolle Repräsentationshaus befindet sich am ehemaligen Königshof. Heute ist das Haus ein besonderes Ausflugsziel für Kunst- und Kulturliebhaber und lädt nicht nur mit verschieden Ausstellungsräumen, sondern auch mit gemütlichen Restaurants und Cafés zu einem entspannten Nachmittag ein. Gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt das Hilbernerhaus. Das heutige Zollgebäude war früher die Klosterkirche des irischen Franziskanerordens. Den Eingang zur Prager Altstadt bildet der Pulverturm, welcher mit dem Repräsentationshaus verbunden ist. Er wurde nach dem Vorbild des Brückenturms der Karlsbrücke erbaut und diente lange Zeit als Ablagerungsort für Pulver. Sie sollten es sich nicht nehmen lassen, die 186 Stufen auf den Turm hoch zu steigen und somit eine unvergessliche Aussicht auf die Prager Neu- und Altstadt zu genießen. Von dem 1883 neu errichteten Nationaltheater empfiehlt sich ein Spaziergang entlang der Moldau zur Sophieninsel. Von dort aus haben Sie einen weitreichenden Blick auf die Stadtteile am Moldauufer.

Vinohrady – Königliche Weinberge

Prestige und Eleganz sind die zwei Worte, die den Stadtteil Vinohrady am besten beschreiben. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es „Königliche Weinberge“. Vinohrady liegt östlich der Neustadt und erstreckt sich über mehrere Bezirke. Dem Bezirk 2 wurde der größte Teil zugesprochen. Die außergewöhnliche Wohngegend verdankt ihren Namen den im 14. Jahrhundert ansässigen Weinbergen, die Karl IV. zu der Gründungszeit Neustadts pflanzen ließ. Leider konnten sich die Weinberge nur 400 Jahre lang halten und wurden dann im Laufe der Zeit durch Rosengärten, Obstanlagen und Wohnhäuser ersetzt.

Der Stadtteil war noch 1849 selbstständig, dies änderte sich aber schnell, als die österreichische Monarchie die Zentralisierung der Stadt verhindern wollte. Vinohrady wurde somit zu einer Königstadt erhoben. Bereits in diesem Zeitraum wurden viele Häuser für die obere Mittelschicht errichtet. 1922 verzeichnete die Stadt 90.000 Einwohner und war somit die drittgrößte Stadt der Tschechischen Republik. Noch in dem gleichen Jahr erfolgte eine Eingemeindung zur Hauptstadt Prag. Hohe Mieten prägen noch heute das Stadtbild der Luxuswohngegend. Der attraktive Stadtteil zieht auch immer mehr Menschen aus Westeuropa an.

Einen Stadtgrundgang können Sie auf dem Georg-von-Podiebrad-Platz beginnen. Der Platz verdankt seinen Namen dem Hussitenkönig Poděbrad, der im 15. Jahrhundert das Land regierte. Direkt auf dem Platz befindet sich die Kirche des Heiligen Herzens unseres Herrn, welche einen unvergleichlichen Innenraum hat. In unmittelbarer Nähe befindet sich Prags Fernsehturm, von dessen Aussichtsplattform Sie einen atemberaubenden 360 Grad Blick auf Prag haben. Der Turm sieht ziemlich ungewöhnlich aus und verursachte beim Erbauen zahlreiche Proteste bei der Bevölkerung.

Die Mánesova Straße erinnert an den Maler Joseph Mánes, welcher ebenfalls die 12 Monatsbilder der Prager Astronomischen Uhr geschaffen hat. Diese Allee bildet die perfekte Möglichkeit für einen Spaziergang inmitten von Fassaden, welche vom Jugendstil beeinflusst worden sind. Wenn Sie Lust auf Shopping haben, sollten Sie der historischen Vinohrady Markthalle einen Besuch abstatten. Die Markthalle wurde 1902 erbaut und ist noch heute eine von drei erhaltenen Markthallen Prags.

Kirchenliebhaber kommen auf dem Friedensplatz voll auf Ihre Kosten. Bereits von weitem erkennt man den Neo-Gotischen Bau der Kirche St. Ludmila. Sie ist eine zweitürmige Basilika aus dem 19. Jahrhundert. Bekannte Künstler ließen ihrer Kreativität außen und innen freien Lauf. Auf dem Friedensplatz befindet sich außerdem das Jugendstilgebäude des Vinohrady Theater und das neo-Renaissance Nationalhaus von Vinohrady.

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