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Petrin-Hügel

Der Petrin-Hügel (zu Deutsch: Laurenziberg)

Der Petrín ist ein Hügel mit einer Höhe von 327 Metern, der im Westen des Prager Stadtzentrums nahe dem linken Ufer des Flusses Moldau gelegen ist. Sein Name stammt von dem altgriechischen Wort „Petra“ ab, das für Fels steht, denn er diente einst als Steinbruch. Eine Zeit lang war er außerdem ein Weinanbaugebiet und stellte ab dem 10. Jahrhundert sogar eine Hinrichtungsstätte dar. Viel Wald ist auf dem Hügel zu finden, was ihn zu einem Naherholungsgebiet nicht nur für Touristen, sondern auch für die Einheimischen von Prag macht. Mehrere Sehenswürdigkeiten schmücken den Berg. Darunter fallen die St. Laurentius-Kirche aus den Zeiten des Mittelalters, die Schanzmauer (auch Hungermauer genannt) im gotischen Stil, ein Spiegellabyrinth und mehrere Gärten wie der Kinsky-Garten und der Rosengarten.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist allerdings der Petrin-Aussichtsturm, der gleichzeitig ein Wahrzeichen der Stadt Prag darstellt. Der etwa 60 Meter hohe Eisenturm erinnert unweigerlich an seinen großen Bruder, den Pariser Eiffelturm. Zu dessen Ehren wurde er im Jahre 1891 für die Jubiläums-Industrieausstellung erbaut. Der Querschnitt des Turms hat eine achteckige Form. Mittlerweile hat der Petrin-Aussichtsturm wieder sein ursprüngliches Aussehen zurück erlangt, denn Anfang des 21. Jahrhunderts wurden alle nachträglichen Veränderungen demontiert. Um den genialen Blick über Moldau, Kleinseite und gegenüberliegende Altstadt genießen zu können, muss man gut zu Fuß sein, denn 299 Stufen sind zu erklimmen. Als Verbindung zwischen dem Prager Stadtbezirk Kleinseite und dem höchsten Punkt des Hügels verkehrt die Petrín-Standseilbahn. Diese wurde zur gleichen Zeit wie der Turm erbaut und galt damals als Wunderwerk der Technik. Die Waggons wurden ausschließlich durch die Gravitationskräfte mit Hilfe von Tanks, die mit Wasser gefüllt waren, den Berg hinaufgezogen.