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Theresienstadt

Theresienstadt – Gedenkstätte an die Zeit des Nationalsozialismus

Theresienstadt gehört zu den bedeutendsten Bestandteilen Tschechiens Geschichte und sollte in Verbindung mit Ihrem Tschechien Urlaub stehen. Die Stadt wurde nach der Mutter von Joseph II., Maria Theresia, benannt, der zu Zeiten des Baus regiert hat. Theresienstadt, auch als das Ghetto Terezin bekannt, hat seinen Ursprung in einer Garnisonsstadt des späten 18. Jahrhunderts. Es wurde als eine Festungsanlage gebaut mit der Aufgabe, Böhmen vor Angriffen aus Preußen zu schützen. Das Vereinshaus (das heutige Kulturhaus) wurde zwischen 1889 und 1890 erbaut. Das neue Postgebäude aus dem Jahre 1910 sowie die Garnisonskirche aus den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts gehören zu den Attraktionen der Stadt. Die Kirche ist das einzige Gebäude, welches die Bastion überragt und dessen Turm bereits aus dem Außenbereich des Walles zu sehen ist. Heute leben knapp 3000 Bewohner in der Stadt.

Im 2. Weltkrieg war die Stadt vor allem ein Ghetto für Juden, in das die Nazis insgesamt 140.000 Juden einlieferten. Die Kleine Festung war in der Zeit von 1940 bis 1945 ein Gefängnis für tschechische Oppositionelle und Kriegsgefangene. Ende 1941 wurde ein Sammel- und Durchgangslager für böhmische und mährische Juden eingerichtet. Dadurch wurde Terezin zu einem der größten Konzentrationslager in der Geschichte des Nationalsozialismus, denn mit der Zeit kamen auch Juden aus den benachbarten Ländern Tschechiens in ebendieses Lager. Theresienstadt wurde von den Nationalsozialisten als „Vorzeigeghetto“ genutzt, um die Öffentlichkeit aus dem Ausland über die Ziele der „Endlösung der Judenfrage“ zu täuschen. Erst am 05.05.1945 ist die SS aus Theresienstadt abgezogen und die Gefangenen wurden wenige Tage später von der sowjetischen Armee befreit.