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Kloster Strahov

Kloster Strahov: ein Prämonstratenser Kloster auf dem Laurenziberg

Die Prämonstratenser, Anhänger des heiligen Antonius, erhielten 1140 von Prinz Vladislav II. ein Kloster auf dem Laurenziberg (Petrín). Seitdem befand sich die Anlage praktisch ununterbrochen im Besitz des Ordens, überstand Feuer, Krieg und die Auflösungsversuche durch die Kommunisten. Es ist weltweit eines der ältesten Kloster der Prämonstratenser.

Zwei Kirchen auf dem Gelände des Klosters verdienen Aufmerksamkeit: Zum einen ist es die Pfarrkirche St. Rochus mit der Ausstellung der Galerie Miro. Sie wurde dem Pestheiligen Rochus gewidmet und ist im Vorhof des Klosters zu finden. Die Gemäldegalerie stellt mehr als 1.500 Gemälde aus. Diese zeigen nicht nur kirchliche Darstellungen, sondern auch Portraits und Stillleben. Die andere Kirche ist die üppig ausgestattete St. Mariä Himmelfahrt, die mehrfach in verschiedenen Stilen umgebaut wurde. Ihr heutiges Aussehen hat sie seit dem Ende des 18. Jahrhunderts inne. Im Inneren sollten Sie unbedingt einen Blick auf das Gewölbe werfen, das in 40 Felder aufgeteilt ist, die Bilder beinhalten. Auch der Hauptaltaraus Marmor ist sehr sehenswert.

Hauptgrund für die Besichtigung des Klosters ist sicher die Bibliothek. Diese präsentiert sich zweigeteilt: Im Saal der Theologie und dem Saal der Philosophie stehen etwa 66.000 Werke. Beide Bibliothekssäle sind zudem über und über mit eindrucksvollen Fresken behangen. Der weitaus größere Teil der Bücher ist allerdings nur Forschern zugänglich. Er enthält etwa das „Evangeliar von Strahov“, eine unermesslich kostbare Handschrift aus dem 9. oder 10. Jahrhundert und hunderttausende anderer Preziosen, Unikate und Handschriften.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch der Ausblick vom Klostergelände auf die Kleinseite, der zum Träumen einlädt und dank Standseilbahn nicht unbedingt erst durch einen beschwerlichen Aufstieg erarbeitet werden muss.